Endlich wieder ein Frühjahrskonzert! 15.05.2022

Schöne Blasmusik in der Kulturhalle

Bei allerschönstem Frühlingswetter lud der Musikverein Süßen nach drei Jahren endlich wieder zu einem Frühjahrskonzert in die Kulturhalle ein und zahlreiche Gäste kamen! Bereits seit Januar hatten sich die Musikerinnen und Musiker der verschiedenen Orchester mit ihrem Dirigenten Peter Egl auf diesen Moment vorbereitet. Heraus kam ein bunter Strauß schöner Melodien und Musikstücke, der den Zuhörern sichtlich gefiel und den sie mit viel Applaus bedachten.

Zu Beginn des Konzertes hatten die jüngsten Mitglieder der beiden Vorstufenorchester aus den Jahren 2020 und 2021, auf der Bühne Platz genommen. Für diese jungen Musikanten, die zum Teil erst seit wenigen Monaten den Umgang mit ihren Instrumenten lernen, war es eine Premiere: zum ersten Mal spielten sie ein Konzert in diesem Format vor Publikum und ihre Aufregung war dementsprechend groß. Mit Unterstützung ihres Dirigenten Peter Egl an der Trompete meisterten sie aber diesen besonderen Auftritt mit Bravour. Mit verschiedenen deutschen und internationalen Liedern und Melodien sowie passend für diese Orchester erstellte Kompositionen Peter Egls erfreuten sie das Publikum, bevor sie dem Jugendorchester des Musikvereins Platz machten.

Dessen Musikerinnen und Musiker eröffneten ihren Part des Konzertes mit “Beethoven by the Numbers”, in dem der Arrangeur Franz Watz Melodien aus allen Sinfonien des berühmten Komponisten verarbeitet hat. Trotz einzelner, zum Teil nicht einfacher Stellen im Stück, schafften es die Musikanten, den Zuhörern die wunderschöne Musik Beethovens in dieser ungewöhnlichen Interpretation mit Blasinstrumenten und Schlagwerk zu vermitteln. Mit „La Vida Mexicana“ von Luigi di Ghisallo entführten die Musikerinnen und Musiker das Publikum in ein Mexico vor der Entdeckung Amerikas. Eindrucksvolle musikalische Schilderungen mit solistischen Liedvorträgen beschreiben das Leben der Ureinwohner geheimnisvoll und leicht melancholisch. Flott ging es weiter mit den Stücken „Forget You“ von Bruno Mars in einem Arrangement von Michael Brown und Charles Calhouns „Shake, Rattle and Roll“, bearbeitet von Michael Sweeney, welche mit erkennbar viel Spielfreude dargeboten wurden. Mit „Make Music!“ (Mach Musik!) als Zugabe erfreuten die jungen Musikerinnen und Musiker das Publikum nach ihrem gelungenen Vortrag.

Ein wahrlich festliches Eröffnungswerk des Blasorchesters nach der Pause war „Vienna Festival Music“, ein Auftragswerk der Stadt Wien für den Komponisten Otto M. Schwarz. Im fünfsätzigen Stück „Tom Sawyer Suite“ ließ Franco Cesarini die Romanfiguren Mark Twains musikalisch aufleben. Gekonnt setzten die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters mit seinen vielfältigen Klangmöglichkeiten die Beschreibungen des lebhaften Tom Sawyers, des sorglosen Huckleberry Finn, der liebreizenden Becky Thatcher und des finsteren Ganovens Indianer Joe um, bevor das Happy End im gleichnamigen Finale der Suite erklang. Nach dem Radetzky-Marsch, der zur Würdigung der geehrten Jubilare des Tages erklang, führte die musikalische Reise nach Schottland. Henk van Lijnscooten fasste in seiner Rhapsodie beliebte Volksmelodien und -tänze dieses faszinierenden und gleichzeitig mysteriösen Landes zusammen. Leicht und beschwingt unterhielten die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters ihr Publikum in der Folge mit „Polka Italienne“ in der Sergeij Rachmaninow eine von ihm in Italien aus einem Leierkasten gehörte Melodie verarbeitete, mit „Frenesi“ einem der erfolgreichsten Titel der Swing-Ära von Alberto Dominguez und mit dem rhythmischen „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima. Mit dem „March Opus 99“ von Sergej Prokofiev beschloss das Blasorchester mit seinem Dirigenten das Konzertprogramm. Das begeisterte Publikum erhielt aber mit dem schönen Marsch „Der Sonne entgegen“ natürlich gern die geforderte Zugabe.

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